Unsere neue Studie analysiert die finanzielle Entwicklung von Akutspitälern, Psychiatrien und Rehabilitation und zeigt: In allen drei Bereichen hat sich die wirtschaftliche Ausgangslage verbessert. Akutspitäler verzeichneten ein höheres Umsatzwachstum und eine tiefere Personalaufwandsquote, Psychiatrien profitierten von einem anhaltend hohen Versorgungsbedarf und konnten ihre Margen ebenfalls steigern, und die Rehabilitation bestätigte ihre robuste Ertragslage. Gleichzeitig bleiben Fachkräftemangel, Investitionsbedarf und strukturelle Versorgungsfragen zentrale Herausforderungen. Die Studie beleuchtet erstmals umfassend, wie diese Hebel bis 2045 auf Versorgungsmodelle, Kapazitäten und Kosten des Schweizer Gesundheitswesens wirken – und welche strategischen Entscheidungen jetzt notwendig sind.
Im Fokus steht die Frage, wie die Schweizer Spitallandschaft ihr Zukunftsmomentum nutzen kann. Abgestufte Versorgung, Ambulantisierung und digitale Transformation eröffnen neue Möglichkeiten, um stationäre Kapazitäten gezielter einzusetzen, Fachkräfte zu entlasten und Patient:innen entlang vernetzter Versorgungspfade wirksamer zu begleiten. Besonders in der Psychiatrie gewinnen niederschwellige, intermediäre und digitale Angebote an Bedeutung, während sich die Rehabilitation zunehmend zu einem integrierten Bestandteil eines durchgängigen Versorgungskontinuums entwickelt.
Spitalambulant ist nicht gleichbedeutend mit kostengünstig. Ein Spital muss die gewohnten Qualitätsstandards aus dem stationären Setting sicherstellen und darf sie in prozessual und infrastrukturell schlankeren Strukturen nicht auf ein Minimum reduzieren.
Hybride Versorgungsmodelle werden zunehmen, so können ausgewählte Patienten nach einer dann verkürzten stationären Rehabilitation im zweiten Teil der Behandlung in ein ambulantes Reha-Setting überführt werden.
Die verschiedenen Leistungserbringer sind aufeinander angewiesen. Gerade bei multimorbiden Patientinnen und Patienten gewinnt die Psychiatrie zunehmend an Bedeutung und entwickelt sich zu einem zentralen Treiber der Gesundheitsversorgung.